Der Beckenboden

Wichtig ist zu wissen, dass der Beckenboden eine Muskelgruppe ist, die sich erstmal wie jeder andere Muskel trainieren bzw. kräftigen läßt, und das zu theoretisch jeder Zeit. Da diese Muskelgruppe allerdings nicht dazu da ist, ein Gelenk zu bewegen wie z.B. der Bizeps (Armbeuger), ist es etwas schwieriger, deren Arbeit deutlich zu spüren.

Noch dazu ist die Zeit der Schwangerschaft und Entbindung - egal ob mit oder ohne Kaiserschnitt - eine sehr belastende Zeit für den Beckenboden, so dass er auf alle Fälle danach wieder trainiert werden sollte. Denn Rückbildung heißt nicht "Ich bilde auf meine alte gewohnte Figur zurück!", sondern "Ich trainiere den Beckenboden wieder für seine dafür vorgesehenen Aufgaben!". 

 

Die Arbeit des Beckenbodens ist so vielfältig, dass auch ein ebenso vielfältiges Training dafür vorgesehen sein sollte. 

Da er nicht nur dazu da ist, den Körper der Frau unten "dicht" zu machen, sondern den inneren Organen Stütze gibt, aber auch bei richtiger Aktivierung die Wirbelsäule unterstützt und somit viele andere Probleme betreffs der Haltung und Bewegung garnicht erst aufkommen läßt oder verbessert, ist es wichtig, dass wir ihn in die alltäglichen Bewegungsabläufe einbauen und ihn jederzeit abrufbar machen können. Was gerade nach einer Schwangerschaft erstmal leichter gesagt als getan ist. Das Gefühl dafür ist anders als vorher und die Ansteuerung oft unvorstellbar. Und auch der Sex fühlt sich nicht mehr so an wie früher! 

Das muß aber nicht so bleiben.

 

Um es anschaulicher zu machen, ist weiter unten eine vereinfachte Zeichnung des Beckenbodens und der Muskelarbeit zu sehen. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, je genauer sich jemand vorstellen kann, wie etwas arbeitet, umso besser kann er es umsetzen - und das immer wieder.

schematische Darstellung (nicht maßstabsgetreu), Ansicht von unten

©Martina Lohan
©Martina Lohan

rot = äußere Schicht                           blau = mittlere Schicht                   grün = innere Schicht

Schema des Verlaufes der Beckenbodenschichten:

 

Diese schematische Darstellung ist nur eine grobe Darstellung des Prinzips der Schichten und des Verlaufs und gibt nicht die tatsächliche Situation wieder. Sie dient zur vereinfachten Darstellung, um die Situation des Beckenbodens besser zu verstehen.

Der Beckenboden ist durch die flechtförmige Überlagerung der einzelnen Schichten wie ein

Netz aufgebaut und somit um einiges stabiler als wenn die Schichten nur strikt übereinander lägen. 

Beckenboden schematisch von außen betrachtet:

 

schematische Darstellung, entspricht nicht der tatsächlichen Ansicht)

 

©Martina Lohan
©Martina Lohan

Beckenboden schematisch von innen betrachtet: 

 

schematische Darstellung, entspricht nicht der tatsächlichen Ansicht)

 

©Martina Lohan
©Martina Lohan

rot = äußere Schicht             blau = mittlere Schicht             grün = innere Schicht

Muskel: Prinzip der Arbeitsweise

 

Die gleiche schematische Darstellung betrifft den Muskel in Ruhe und Arbeit. Sie dient nur zur besseren Verständlichkeit.

 

Ein Muskel besteht aus Fasern, die ineinandergreifen und -gleiten. Somit ist ein Muskel in Ruhe länger und schmaler. Sobald er zu arbeiten beginnt, schieben sich die Fasern ineinander. Der Muskel wird kürzer und dicker und hat somit Kraft und Stabilität, um seine Arbeit leisten zu können.

Muskel in Ruhesituation:

©Martina Lohan
©Martina Lohan

Muskel in Aktion:

©Martina Lohan
©Martina Lohan

Naturheilpraxis Körpersinn

Martina Lohan, HP & KG

Markelstr. 56,

12163 Berlin-Steglitz